Erste Eindrücke vom Michelin Pilot Road 3

Autor: T. Wermes

Samstag haben wir der Aprilia Shiver den Michelin Pilot Road 3 montiert. Der Chef sagt er möchte unbedingt mal wieder eine Tour mit der Aprilia machen, und der Pilot Road 3 soll ja der Regenreifen schlechthin sein, heißt es jedenfalls in den Test´s der Motorradzeitschriften. Und da ist das Wetter z.Z. ideal um das rauszufinden.

Und es kam wie es kommen mußte - kein Tropfen Regen den ganzen Tag über... Der hat immer so´n Pech wenn er denn Regen haben möchte (siehe Metzeler Z8) Aber lesen Sie selber seinen Erfahrungsbericht:

Sonntag früh 9:00 Uhr Start in die Eifel. Erstmal über die Autobahn bis Satzfey und dann über kleine Straßen Richtung Südeifel. Die Straßen sind aber bis jetzt trocken geblieben, was mir zum anfahren der neuen Reifen (trotz angerauhter Kanten natürlich!!!) erstmal auch lieber ist. Über Bad Münstereifel, Engelgau und Blankenheim vorbei an der Dahlemer Binz, eine herrliche Strecke durch den Wald, die in manchen Kurven noch ein wenig feucht ist, was den Pilot Road 3 aber nicht beeindruckt. Er fährt sich sehr handlich, ohne kippelig zu wirken, was von dem Reifen oft behauptet wird (?) und verhält sich auf der feuchten Strasse ohne zu mucken. Ich taste mich langsam an den Reifen heran.

So - jetzt langsam könnten die angekündigten Regenschauer denn mal einsetzen (Regenklamotten lauern schon im Tankrucksack) die geschlossene Wolkendecke hängt ziemlich tief und verspricht eigentlich schon einiges - aber es klappt nicht wirklich... Die Temperatur zwischen 8 und 10 Grad wird nun auch langsam unangenehm... (jetzt hätt ich doch gerne die Griffheizung der 1200 S)

Ich orientiere mich südlich, den Losheimergraben runter und lasse es ordentlich laufen - auch hier ist der Reifen tadellos und spurtreu. Ich fasse Vertrauen zu dem Reifen und schlage mich durch eine Waldstrecke Richtung Brandscheid. Immer noch kein Regen - nur ab und an einige nasse Ecken. Ich versuche schon von meiner Ideallinie runter auf die feuchten Stücke auszuweichen, um etwas Rückmeldung zu erfahren. Das stört aber nur den Kurvenrytmus und bringt mich durcheinander (und sollte jemand hinter mir sein, denkt der bestimmt ich hätte sie nicht mehr alle...).

Weiter geht´s in Richtung Arzfeld und dann in die engen Sträßchen Richtung Belgien zur Our runter. Auch hier kein Regen, bestenfalls etwas Sprühnebel aus den tiefliegenden Wolken. So langsam drehe ich Richtung Heimat und halte auf Bleialf an.

Von Bleialf nach Prüm über Büdesheim, Gerolstein, Boxberg, Kelberg und Müllenbach vorbei am Nürburgring lasse ich Jammelshoven links liegen und fahre bei Kempenich links ab nach Cassel und weiter über´s Kesselinger Tal. Ahrbrück, Kreuzberger Tal und Effelsberg lasse ich hinter mir, Richtung Bad Münstereifel.

Einen großen Teil der gefahrenen Strecke habe ich auf kleinen Straßen 2ter Ordnung, mit wechselnden Straßenbelägen, reichlich Schlaglöchern, Bodenwellen, Querrillen, Längsrillen und Bitumenflickereien (wozu bezahlen wir eigentlich soviel Kfz. und Mineralölsteuern???) zurückgelegt, und kann sagen, daß sich der Pilot Road 3 wacker geschlagen hat!

Ein Tourensportreifen für Motorradfahrer die bei jedem Wetter sicher unterwegs sein wollen.

Ich habe jetzt die Faxen mit dem Wetter dicke! Mir ist kalt, Regen hab ich auch nicht gehabt! Ich fahre noch bis Satzvey über kleine Sträßchen und hänge mich für die letzten Kilometer auf die Autobahn, freue mich auf die Aufwärmdusche und einen heißen Kakao (mit nem´ kleinen Schuß Amaretto...)

Ich habe mich von den Qualitäten des Pilot Road 3 wirklich überzeugen lassen müssen. Ehrlich gesagt: ich war nie ein Fan von Michelin-Motoradreifen - aber der Road 3 hat mich - zumindest auf den Heute gefahrenen Kilometern und bei niedrigen Temperaturen verblüfft. Hut (Helm) ab!!! Und wie er sich weiter schlägt - schauen wir mal. Der nächste (richtige) Regen kommt bestimmt!!! Nicht das ich mich drauf freuen würde, aber - ich würde es doch gerne wissen.

Fortsetzung folgt!

Fortsetzung - 12.09.2011 Autor: H. Kastenholz

Für diesen Sonntag hat man mieses Wetter angesagt... Also ist es das richtige Wetter für die Reife(n)prüfung im Nassverhalten für den Pilot Road 3!

Start um 8:30 Uhr - noch sieht es garnicht so schlecht aus. Die Meinung darf ich allerdings eine halbe Stunde später wieder revidieren, und so geht es nach dem Tankstop in Regenklamotten weiter. Das erste Anfühlen ist gut - der Reifen läßt sich auf dem Hinterrad weder durch ruckartiges angasen noch durch appruptes Bremsen aus der Ruhe bringen. Auf das Vorderrad leitet die Bremswirkung auf nasser Fahrbahn noch bis zum Stoppie (!) ohne zu Zucken weiter. Jetzt muss ich ja nur noch die Schräglage antesten... Vorsichtig lass ich es langsam (aber immer schneller) auf den mir bekannten Straßen und Ecken angehen. Auch bremsen in Schräglage ist kein Problem, der Reifen nimmt so schnell nichts krumm!

Es schüttet mittlerweile wie aus Eimern, und in der Ferne sehe ich Blitze zucken - mir reicht´s jetzt, es wird unangenehm und im Nacken läuft mir das Wasser rein, daß sich langsam (aber sicher!) den Weg bis in die Stiefel sucht... Ich habe mich genug von der Nässetauglichkeit des Pilot Road 3 überzeugt - der Reifen kann was!

Also - nachdem ich nun ausreichend Wasser gefunden habe, (ich wollte es ja nicht anders...) habe ich keinen Bock mehr - und mache ich mich auf den Weg nach Hause. Ich freue mich auch über´s Wasser - eine schöne heiße Dusche... ©

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